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Hautkrebs
Hautkrebs

Hautkrebs Vorsorge und Therapie

In den letzten 20 Jahren ist es in Deutschland zu einem starken Anstieg der Hautkrebserkrankungen gekommen. Jedes Jahr erkranken in Deutschland mehr als 120.000 Menschen an Hautkrebs. Schönheitsideale und geändertes Freizeitverhalten sind hierfür wichtige Ursachen. Wir verbringen mehr Zeit in der Sonne und bräunen uns auf der Sonnenbank.

Hautkrebsvorsorge

Die Hautkrebsvorsorge kann nicht früh genug beginnen. Schon im Kindesalter sollte das richtige Verhalten in der Sonne erlernt werden, um das Risiko späterer Erkrankungen zu verringern.

Hautkrebs ist zu nahezu 100% heilbar, wenn er rechtzeitig erkannt und behandelt wird.

Früherkennung

Für das ungeschulte Auge ist es nicht immer einfach, harmlose Hautveränderungen wie z.B. Alterswarzen von bösartigen Hautveränderungen wie Basaliomen, Spinaliomen oder dem Schwarzen Hautkrebs (Malignen Melanom) zu unterscheiden. Hautärzte sind hierfür geschult und ausgebildet. Sie können durch eine gründliche Inspektion der Haut gutartige von bösartigen Hautveränderungen unterscheiden.

Es empfiehlt sich, eine fachärztliche Hautinspektion in regelmäßigen Abständen durchführen zu lassen. Wie häufig, hängt vom Hauttyp und bereits vorliegenden Hautveränderungen ab.

Bei folgenden Faktoren empfehlen wir, eine jährliche Hautkrebs-Vorsorge durchführen zu lassen:

  • Häufige Sonnenbrände in der Kindheit
  • Helle Haut mit Sommersprossen oder rote Haare
  • Viele Pigmentmale
  • Hautkrebserkrankungen in Ihrer Familie
  • Regelmäßiger Besuch von Solarien
  • Jahrelange Belastung der Haut durch übermäßige Sonneneinstrahlung

Auflichtmikroskopie und Bilddokumentation

Um Hautveränderungen und besonders den gefährlichen schwarzen Hautkrebs zu erkennen, werden die Muttermale mit Hilfe eines Auflichtmikroskops untersucht. Bestimmte Merkmale ergeben hierbei einen Hinweis auf die Bösartigkeit der Hautveränderung: Veränderungen in Form und Farbe, eine Asymmetrie des Pigmentfleckes oder auch eine zunehmende Grösse können eventuell erste Anzeichen der Entstehung eines Hautkrebses sein.

Zur Verlaufskontrolle eignen sich standardisierte Aufnahmen der Hautveränderung mittels digitaler Auflichtmikroskopie.

Hautkrebsarten und Hautkrebsvorstufen

Aktinische Keratosen sind durch Licht bedingte Verhornungsstörungen der Haut, die besonders an der Licht ausgesetzten Haut auftreten.

Malignes Melanom

Das Melanom ist der bösartigste Hautkrebs. Es geht von den Pigmentzellen aus. Die Farben eines Melanoms können von hellbraun, tiefbraun bis blauschwarz variieren. Es gibt sogar pigmentlose, amelanotische und rötlich-hautfarbene Melanome.

Ein Melanom ist in der Lage, Tochtergeschwulste zu bilden, etwa in den Lymphknoten, aber auch in Lunge, Leber, Knochen und Gehirn. Das Risiko, daß die Tochtergeschwulste entstehen oder schon entstanden sind, ist umso größer, je dicker das Melanom ist. Daher sind die Heilungschancen umso größer je früher ein Melanom erkannt wird.

Basaliom

Das Basaliom ist der am häufigsten auftretende Hauttumor. Ein Basaliom wächst bösartig in die Breite und Tiefe und kann Knorpel oder Knochen zerstören. Es bildet jedoch so gut wie nie Tochtergeschwulste, Metastasen. Deshalb wird das Basaliom auch als halbbösartiger, semimaligner Tumor bezeichnet.

Dieser Hautkrebstyp tritt vor allem im höheren Lebensalter auf. Es kann grundsätzlich an allen Körperregionen auftreten, entsteht aber vor allem in besonders lichtexponierten Hautarealen, den Lichtterrassen.

Die operative Entfernung führt in den meisten Fällen zur Heilung.

Plattenepithelkarzinom (Spinaliom)

Das Plattenepithelkarzinom ist der zweithäufigste Hauttumor. Er tritt bevorzugt im höheren Lebensalters auf.

Plattenepithelkarzinome entwickeln sich oft aus einer Vorstufe, der aktinischen Keratose. Diese Vorstufe ist noch nicht bösartig und kann einfach und gut behandelt werden. Wird die Vorstufe nicht behandelt, kommt es nach unterschiedlich langer Zeit zu einem Plattenepithelkarzinom.

Das Plattenepithelkarzinom ist als bösartiger Krebs in der Lage, Tochtergeschwulste zu bilden. Dies ist jedoch nur bei etwa fünf bis zehn Prozent aller Plattenepithelkarzinome der Fall. Frühzeitig entdeckt kann auch er in den meisten Fällen operativ geheilt werden.

Behandlungsmethoden

Die Behandlung von Hautkrebs zielt auf die vollständige Entfernung des Krebses. Die gängigsten Behandlungsmethoden bei Hautkrebs und Hautkrebsvorstufen sind:

Tumoroperationen
Der Hautkrebs wird mit ausreichendem Sicherheitsabstand operativ entfernt. Bei Melanomen ist die Tumoroperation immer erforderlich und so rasch wie möglich durchzuführen.

Kürettage
Die Hautveränderung wird mit einem scharfen Instrument abgeschabt.

Elektrokauter
Die Hautveränderung wird mit einem durch Strom erhitzten Instrument entfernt.

Kryotherapie
Die Hautveränderung wird durch Vereisung mit flüssigem Stickstoff vernichtet.

Laserchirurgie
Mittels eines Laserstrahls wird die Hautveränderung entfernt.

Nachsorgeuntersuchungen

Nach der operativen Entfernung eines Tumors ist eine Tumornachsorge notwendig. Zum einen besteht  das Risiko der Metastasierung, der Ausbreitung von Tochtergeschwülsten.  Zum anderen ist das Risiko eines Melanompatienten, an einem zweiten malignen Melanom zu erkranken deutlich erhöht.

Da in den ersten 5 Jahren 90% der Metastasen auftreten, ist die Nachsorge in dieser Zeit intensiv. Da Spätmetastasen aber nicht ungewöhnlich sind, empfehlen wir eine Nachsorge über einen längeren Zeitraum.